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Leitfaden für Gitarristen, die Gitarrenlehrer werden wollen: Teil 6

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Difficulty:BeginnerLength:ShortLanguages:

German (Deutsch) translation by Elisabeth Prott (you can also view the original English article)

In den bisherigen Tutorials dieser Reihe habe ich mich mit Privatunterricht und Unterricht an Schulen befasst. Beide basieren auf der direkten Interaktion mit den Schülern.

Die anderen Unterrichtsmethoden basieren auf indirekter Interaktion und werden als Fernunterricht bezeichnet.

Fernunterricht

Der traditionelle Direktunterricht wird durch die räumliche Distanz beeinflusst, indem entweder die Schüler zu Ihnen kommen oder Sie zu den Schülern fahren. Dies schränkt die Zahl der potentiellen Schüler räumlich ein. Außerdem geht Zeit durch die Fahrten verloren, und dieser Verlust bedeutet eine Verringerung Ihres Verdienstes.

Fernunterricht kann theoretisch zwischen Menschen überall auf der Welt stattfinden. Darüber hinaus können Sie mit einigen Formen dieses Unterrichts ohne ihre direkte Anwesenheit jederzeit Geld verdienen.

Ich werde mich mit vier Methoden des Fernunterrichts befassen. Mit den ersten beiden können Sie in Echtzeit Geld verdienen, während Sie mit den anderen beiden nach der anfänglichen kreativen Arbeit immer wieder Geld verdienen können.

Echtzeit-Video-Unterricht

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich hierbei um einen Videoanruf zwischen Lehrer und Schüler. Der Unterricht wird so durchgeführt, wie er von Angesicht zu Angesicht stattfinden würde, allerdings unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Sie sich nicht im selben Raum befinden. Diese Methode gibt es schon seit einigen Jahren, aber sie wird mit der Weiterentwicklung der Technologie immer beliebter.

Ein Anzeichen für die zunehmende Beliebtheit ist, dass immer mehr respektierte und/oder hochkarätige Gitarristen jetzt Video-Unterricht anbieten. Natürlich haben diese viel mehr Abonnenten und sind teurer als die weniger bekannten Gitarristen. Was Ihre Preisgestaltung betrifft, sollten Sie recherchieren was Gitarristen Ihres eigenen Niveaus verlangen.

Voraussetzungen

Technisch gesehen benötigen Sie Folgendes:

  • Eine gute Internetverbindung. Dies ist zwar auf einem Nicht-Glasfasersystem möglich, aber es ist wahrscheinlicher, dass Sie aufgrund der reduzierten Upload- und Download-Kapazitäten auf Probleme stoßen. Je höher die Leistungsfähigkeit Ihres Systems, desto besser. Überprüfen Sie die Bandbreite ihres Internets, da Sie eventuell mit Ihrem Provider darüber sprechen müssen.
  • Eine gute Kamera. HD-fähige Webkameras gibt es in Hülle und Fülle und man bekommt sie schon ab £20. Sie müssen natürlich die Kompatibilität mit Ihrem Computer überprüfen.
  • Das Mikrofon. Ihre Webcam hat zwar ein eingebautes Mikrofon, aber es kann sich schnell verzerrt anhören, besonders wenn die Gitarre zu nah am Mikrofon ist. Es ist besser, ein spezielles Audio-Mikrofon zu kaufen, da Sie es auch unabhängig von der Webcam positionieren können.
  • Kommunikation. Um kommunizieren zu können, benötigen Sie ein geeignetes Videokonferenzsystem. Skype ist dabei nach wie vor sehr beliebt.

Aus pädagogischer Sicht stellt diese Art des Fernunterrichts eine Reihe von Herausforderungen dar.

Sie müssen sich ständig bewusst machen, dass sich Ihr Schüler nicht im selben Raum befindet. Deshalb sollten Sie ihre Aktionen und Beschreibungen noch anschaulicher gestalten. Gehen Sie nicht davon aus, dass man alles hört oder sieht was Sie machen.

Sie müssen auch besonders aufmerksam darauf achten was und wie der Schüler spielt, da Probleme aus der Entfernung schwieriger zu diagnostizieren sind.

Video-Lektion mit späterer Antwort

Hierbei kommunizieren Lehrer und Schüler nicht in Echtzeit, sondern der Schüler nimmt sich selbst auf Video auf und stellt es dem Lehrer online zur Verfügung, der daraufhin ein entsprechendes Video erstellt.

Eine sofortige Antwort ist nicht erforderlich, so dass der Lehrer mehr in die Tiefe gehen kann. Da es sich um ein Video handelt, kann es bearbeitet werden, so dass verschiedene Kamerawinkel aufgenommen werden können, was eine detailliertere Antwort ermöglicht.

Der große Nachteil bleibt natürlich, dass es sich nicht um eine sofortige Antwort handelt, so dass der Schüler geduldig sein muss.

Ein namhaftes Beispiel für diese Unterrichtsform ist ArtistWorks. Aus der Welt der Gitarristen kommend, unterrichten unter anderem der Gitarrist Paul Gilbert und die Jazz-Koryphäe Martin Taylor.

Man benötigt nicht unbedingt eine spezielle Website wie diese. Eine E-Mail-Adresse und eine Speichermöglichkeit wie DropBox sind ausreichend.

Was die Preisgestaltung betrifft, so sollten Sie die bereits erwähnte Recherche durchführen.

Video-Lektionen ohne Antwort

Das einfachste Beispiel hierfür wäre ein YouTube-Video. Sie erstellen ein Video und laden es hoch, in dem ein Konzept erläutert und/oder demonstriert wird, ohne die Möglichkeit, Fragen in Echtzeit zu stellen.

Fragen können im Abschnitt "Kommentare" gestellt werden, aber es gibt keine Verpflichtung oder einen Zeitrahmen für die Beantwortung.

Als Berufsmusiker sollten Sie einen YouTube-Kanal haben, und sei es nur, um Werbung zu machen. Für die Produktion von Beiträgen benötigen Sie die gleiche Ausstattung wie für die Durchführung von Echtzeit-Lektionen.

Sie können entscheiden, ob es sich bei jeder Lektion um eine Einzelstunde handelt oder ob Sie beabsichtigen, eine Serie zu einem Thema zu erstellen. YouTube bietet Ihnen die Möglichkeit zur Erstellung von "Playlists", so dass Sie die Lektionen entsprechend zusammenstellen können.

Wie die meisten vergleichbaren Anbieter verdient YouTube Geld mit Werbeanzeigen, die in Ihrem Video platziert werden und Sie erhalten 68 % der Einnahmen. Durch eine Änderung der Regeln im Jahr 2018 ist dies jedoch deutlich weniger rentabel geworden. Voraussetzung für die Teilnahme sind 4.000 Stunden Nutzung Ihres Kanals im Jahr und mehr als 1.000 Abonnenten. Wenn Ihr Kanal wirklich durchstartet, lässt sich damit Geld verdienen, aber auch nur "wenn".

Es gibt Alternativen zu YouTube, wie zum Beispiel DailyMotion. Diese sind jedoch weniger beliebt als YouTube, und die Grenze für Auszahlungen ist in der Regel höher.

Gitarrenlehrbücher

Die älteste Form des indirekten Unterrichts existiert noch immer. Wenn Sie vor dem Aufkommen des Internets geboren sind, besitzen Sie wahrscheinlich noch ein paar Gitarrenbücher. Diese beinhalten vielleicht sogar irgendeine Form von Audio-Inhalten, sei es auf CD, Kassette oder sogar auf Flexi-Vinyl-Schallplatte.

Ob YouTube diese Form des Unterrichtens überflüssig machen wird, ist noch nicht klar, aber es gibt sie aktuell immer noch und ist so dementsprechend eine mögliche Alternative für Gitarrenlehrer. Wenn Sie viele Lektionen verfasst haben, lohnt es sich, darüber nachzudenken, sie entsprechend zu veröffentlichen.

Heutzutage brauchen Sie nicht einmal mehr einen Vertrag mit einem Verlag, da Sie ihre Publikation selbst veröffentlichen können. Eine der bekanntesten Möglichkeiten ist Amazons Kindle.

Natürlich hängt der Erfolg davon ab, wie gut die Werbung dafür ist, und ein großer Teil davon wird an Ihnen hängen bleiben.

Schlussfolgerung

Diese vier Möglichkeiten stellen die geläufigen Lehrmethoden dar, wobei jede ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich bringt. Sie können weitere Einnahmequellen darstellen, erfordern aber erstmal mehr Arbeit als der klassische direkte Unterricht.

Um es kurz zusammenzufassen: Diese Methoden sind:

  • Video-Lektionen in Echtzeit, unter Verwendung von Programmen wie Skype
  • Lektionen mit zeitversetzter Beantwortung, Austausch von Fragen und Antworten über Videos
  • Lektionen ohne Antwort, wie zum Beispiel YouTube-Videos
  • Gitarrenlehrbücher

Wenn Sie diese sechsteilige Serie gelesen haben, hoffe ich, dass sie Ihnen einige Anregungen gegeben hat und Sie vielleicht dazu angeregt hat, Ihr Wissen weiterzugeben.

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